Wir erinnern uns: Erstmal Platten zeichnen und übertragen, dann schnitzen, die erste Platte Schwarz drucken und dann die zweite Platte in Blau (HKS 47N) drucken. So der Plan, so weit, so gut.
Drucktag 2 also und die Aufgabe, die zweite Platte in der Druckmaschine einzurichten, die Platte zu befeuchten und die bereits mit schwarz bedruckten Bögen so durch die Maschine laufen lassen, dass sie – möglichst passgenau – die blaue Farbe aufnehmen. Das wärs ja schon.
Doch dummerweise wurde mir Zweiteres zum Verhängnis: Die Platten waren von mir – offensichtlich – nicht ganz so perfekt geschnitzt und weisen deshalb auch nicht hundertprozentige Gleichheit auf. Dazu kommt ja noch, dass man die ersten Bögen auch nie hundertprozentig exakt durch den ersten Druckgang geschickt hat. Fand ich zumindest später heraus.
Deshalb bin ich leider nur mäßig zufrieden mit dem Ergebnis. Nun, jetzt mag der geneigte Linolkenner sagen:”Klar, Linol, da gehört sowas dazu. Das ist der Charme des Linols”, dennoch habe ich Glück, dass aus ich aus der Auflage (50 Stück) nur knapp die Hälfte für unsere Publikation an der Sommerausstellung brauche.
Abschließend zu diesem Projekt werde ich in ferner Zukunft, sobald Termine und Abgaben es erlauben, noch eine kleine Retrospektive hierzu machen, weil ich noch einige Filmaufnahmen von Platte und Werkstatt aufzeichnet habe.