Kongressdokumentation des Vagabundenkongress 2014 im Theater Rampe, Stuttgart. Mehrfarbiger RISO–Druck in den Formaten A2–A6, in Zusammenarbeit mit Jan–David Ducks und Maria Tengarrinha. Gedruckt auf dem RISO MZ 770 der Kunstakademie Stuttgart.

1929 rief Gregor Gog zum ersten Vagabundenkongress am Stuttgarter Killesberg auf. Es kamen ca. 500 Kunden der Landstraße, Vagabunden, Künstler, Aktivisten und Obdachlose. Gogs Utopie: eine universale Herberge für alle. Diese Idee wurde 85 Jahre später reaktiviert. Zum Vagabundenkongress 2014 lud Gregoria Gog Kunstaktivist_innen und Theoretiker_innen aus aller Welt in das Theater Rampe ein. Das Theater wurde temporär zur HERBERGE FÜR ALLE und öffnete sich für Besucher ebenso wie für Kollaborationen mit lokalen Initiativen, Institutionen und Aktivist_innen. Im Gegenzug vagabundierten die Kunstaktivist_innen mit Aktionen, Interventionen und ihren Ateliers in den Stadtraum. Zwischen Kunstaktionen, Leben, Theorie und Praxis, Performance und Diskurs waren Übergänge fl ießend. Das Denken vagabundierte und stellte die lokale Perspektive mit der globalen in Zusammenhang. Der Kongress liefert kein Ergebnis. Der Prozess ist nicht zu Ende. Das Fragen hört nicht auf.

How can we inhabit movement? / Where to put our bodies? / How much resistance do we need? / Create or resist? / Do we want to be parasites or catalysts? / How do we relate to the term vagabond? Do we relate at all? / What do we want to make visible? / What kind of maps do we want to create? / How to access an unkown context and interact on a local level? / Can we move to another language? / Where will we meet again? / How can we change (artistic) dynamics between the Global South and the Global North? Wir sind der Wind, der durch die Gesellschaft weht, nie zu fassen.

Die Publikation Vhizome erschien im Dreitagesrhythmus über den Zeitraum des Vagabundenkongress. Zwischen Start des Layouts und Auslieferung der Zeitung lagen oft nicht mehr als 8 Stunden, gedruckt wurde die Zeitung in der Auflage von 200 Stück. Das Projekt enthält vermutlich einen der ersten DIN A2-Drucke auf einem Risographen.

Weitere Details zum Projekt:

Erscheinungsjahr: 2014
Disziplin: Buch
Druckverfahren: Risograph, Offset
Format: DIN A2—A6
Seitenzahl: 48

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