Luftpolsterfolie

Weil Charlotte sich in Berlin am Weissensee bewerben möchte, fotografierte ich sie und ein selbstgeschneidertes Kleid aus Luftpolsterfolie, als ich letztes Wochenende in Koblenz war. Aus einer Serie von 20 Fotos hier ein kleiner Auszug. Bei den Fotos verzichtete ich auf einen Blitz, eher aus Not als aus Tugend, ich hatte ihn schlicht weg vergessen.

Noch weitere Bilder und ein kurzes Statement von Charlotte gibt es bei Louisa, die mich bei Pose und Styling unterstützt hat.

Zwölfzoll.

Alle sind ganz aufgeregt. Am Samstag haben wir unsere Vernissage bei Second Hand Records in Stuttgart und stellen dort Plattencover-Dinge aus, die wir im dritten Semester gestalteten.

Hier ein kurzer „Recap“ von dem, was ich eigentlich gemacht hatte, damals. Schließlich habe ich es hier nie vorgestellt. — Im Portfolio, was ich seiner Zeit für die Grundklasse erstellt hatte, schrieb ich:

Für das Semesterprojekt Klingende Grafik habe ich ein Cover zu “The Campfire Headphase” von Boards Of Canada entworfen und in der Werkstatt von Adriano Randó an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zweifarbig im Offset gedruckt. Durch Überdrucken ergab sich beim Druck eine dritte Farbe. Die Arbeit zeigt den Cosmos und gleichsam die Verschachtelung und Verstrickung dieser fantastischen Musik. Als Goodie erwartet den Hörer eine vierteilige Fotoserie, die ich während der Exkursion nach Bodman am Bodensee aufgenommen habe.

Und nach wie vor ist „The Campfire Headphase“ eine meiner Lieblingsplatten und Boards Of Canada zurecht unangefochten auf der #1 meiner Alltime-Playlist auf Last.fm (2005—2012). Und darüber hinaus spielte gestern auch noch ein DJ auf einer Party einen „BoC“-Track. Instant-Gänsehaut.

(Platte mit Schuber)

(Verpackung der Platte mit Stanzung, aus der die LP „herausblitzt“)

(Hülle, Vinyl, Papierdings.)

(Hülle aufgeklappt. Der halbautomatische Offset zollt seinen Tribut:
Beim Fixieren der Druckplatte bekommt selbige leider einen lila Farbsaum im oberen Viertel der Rückseite)

(Rückseite mit Trackansicht, Metainformation und tatsächlich funktionierendem Barcode)

(Erwähntes Goodie: Posterset mit 4 Aufnahmen, die in Bodman (Bodensee) entstanden sind.)

Das Cover wurde in einer Auflage von 50 auf 350g/m2–Glosskarton im Offset gedruckt, die Fotodrucke sind auf 135 g/m2–Semigloss-Fotopapier auf einem Tintenstrahlgroßformatdrucker ausgegeben. Natürlich sieht man im Detail die Feinheiten und Unterschiede einer manuellen Produktion: Light-Schnitte laufen beim Belichten oftmals zu, das Raster ist sehr grob. Für mich aber halb so schlimm, in erster Linie freute ich mich, eine solche Auflage realisieren zu können.

3875.

Die letzten Monate haben mich viel Kraft gekostet. Um so froher bin ich, dieses Projekt abzuschließen. Wer sich erinnert, weiß, dass ich in Amerika war. Wir fuhren von Chicago nach Seattle, waren in Vancouver, waren im Yellowstone, haben die Cascades gesehen, Mount Rushmore, insgesamt eine irrsinnige Route fantastischer Szenerien, die ich zum einen mit der Kamera, zum anderen mit dem iPhone festhielt. Fast 4000 Meilen, wunderbar das.Problemstellung: Die iPhone-Fotos landeten auf einem Tumblr, auf dem Mitfahrer Tim und ich quasi gebündelt einen Livestream des Urlaubs gaben. Ganz geil eigentlich.

Bei Aufnahmen mit der Spiegelreflex ist es allerdings was anderes. Ich weiß nicht so recht, wohin mit meinen Fotos. Flickr hat irgendwie verpennt, ich war schon Wochen nicht mehr auf Flickr. Es macht mich auch garnicht mehr an, da irgendwas zutun. Dummerweise habe ich da noch einen Pro-Account. Und 500px ist ja nur was für die ganz besonderen Schüsse. Damit werde ich übrigens auch nicht warm, auch wenn es sauber umgesetzt scheint. Hübsch ist es ja.

Und dann steh ich da mit einem Haufen Fotos aus einem schönen Urlaub und weiß damit nichts anzufangen. Also mach ich mein eigenes Ding, auf Reichweite ist geschissen. Möglichkeit 1 wäre, jeden Tag einen Satz Bilder hochzuladen. Dafür bin ich zu inkonsequent. Möglichkeit 2 wäre, das gesammelt als Werk hochzuladen. Und das habe ich gemacht. In ein Raster gesetzt, mit den Koordinaten gespielt. Ein bisschen in Google Earth rumgehangen, um die Koordinaten meines GPS abzugleichen. Einfach mal gemacht. Herausgekommen sind dabei nun 142 Seiten, etwa 100 Fotos, keine Ahnung.Unterm Strich kann diese PDF-Veröffentlichung nur ein WIP von dem sein, was ich irgendwann mal drucken lassen werde, hoffentlich lasse ich nicht zu lange darauf warten.

Viel Spaß damit, vielen Dank für die Aufmerksamkeit, ich freue mich über Feedback und Shares. Frohe Weihnachten.

Fünfhundertvierundvierzig.

Und dann war da noch dieser VOLVO.
2011/078: VOLVO 544 (III)

Mitschülerin (oder Kommilitonin, wie der geneigte Student sagt) Carola fährt nämlich Oldtimer. Ihr Vater besitzt einige, sagt sie. Der sammelt die. So weit, so gut, aber besonders interessant wird das dann an der Stelle, wo Leute Dinge wie “Ich hab halt kein anderes Auto zur Verfügung gehabt” sagen müssen, weil geringfügig jüngere (oder eben andere verfügbare) Autos alle in Benutzung sind.

Und so kam es, dass sie im sogenannten Buckel-VOLVO zu unserer Exkursion an den Bodensee anreiste. An einem frühen Abend, nämlich Donnerstags, als wir von unserem Ausflug nach Bregenz wiederkamen (in anderen Worten: als das Wetter ganz günstig war und die Sonne schön tief stand) fotografierte ich diesen Wagen, einen Volvo 544. (→ Hier lang gehts zum Flickr-Set.)

2011/079: VOLVO 544 (IV)

2011/076: VOLVO 544 (I)

2011/077: VOLVO 544 (II)

2011/80: VOLVO 544 (V)

2011/086: VOLVO 544 (XI)

2011/083: VOLVO 544 (VIII)

Ich habe kein Fable für Autos, weiß aber wohl alte Technik (wie bereits erwähnt) zu schätzen, deshalb finde ich alte Amaturen und sperrige Details besonders spannend.

2011/081: VOLVO 544 (VI)

2011/082: VOLVO 544 (VII)

2011/084: VOLVO 544 (IX)

2011/085: VOLVO 544 (X)

2011/087: VOLVO 544 (XII)

Dieser Volvohatte eine Erstzulassung Anfang der Sechziger Jahre (Recherchen ergaben 1965). Ganz schön lange her.

Ich saß hinten, was die Fahrt besonders spannend machte, da ich, so glaube ich, noch nie “unangeschnallt” Auto gefahren bin.
Alle Fotos der Serie sind fotografiert mit meiner 5D Mark II und dem 50/1.4
→ Und hier lang gehts zum Flickr-Set.

Bodman.

Vor zwei Wochen also war ich am Bodensee. Gefühlt ist das erst ein paar Tage her, schließlich habe ich gerade Termine (das Semester neigt sich dem Ende zu) und komme nicht recht zu etwas vorzeigbarem, wenn auch ich den ganzen Tag arbeite.

In Bodman am Bodensee jedenfalls war es ziemlich klasse. Wir verbrachten fast eine ganze Woche von Montag bis Samstag in einem Haus fast direkt am See. Den Zeichenkurs am Dienstag/Mittwoch konnten wir relativ schnell abhaken, Donnerstags fuhren wir ins Fotomuseum nach Winterthur in die Schweiz (zu den Ausstellungen von Hans Steiner und Aleksandr Rodschenko; gleichzeitig fand im selben Komplex die Ai Wei Wei-Ausstellung statt). Freitags ging es nach Bregenz nach Österreich (Ausstellung ‘So machen wir es’) in die Kunsthalle, die gerade mit ihrer schönen Architektur und ihrem fantastischen Licht bestach.

Rückblickend war die Ausstellung zu Hans Steiner ziemlich gut. Fotografisch nicht umbedingt bahnbrechend, dennoch dokumentarisch stark, weil er sowohl zweiten Weltkrieg als auch Aufbruchstimmung der Fünfziger Jahre dokumentierte. Und eben letzterer Retrofuturismus hat es mir eben angetan.

Nachfolgend nun eigene Bilder der Woche.

zum Flickr-Set

















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Und im Übrigen sollte ich Recht behalten. Klassenfahrt. Nur ohne Ärger bekommen.

Machte gestern Fotos.

Hi. Der großartige Vorteil von Tagen wie “Zwischen den Jahren” oder unnötig langen Winterferien in der Uni ist ja, dass man nicht nur viel Zeit zum arbeiten hat, oder um großartige Projekte abzuschließen, man hat auch viel Freizeit. Für Dinge, die man sich sowieso schon länger vornahm. In meinem Fall zum Beispiel fotografieren. Deshalb ging ich gestern für mehrere Stunden durch die Stadt und fotografierte. War an vielen Orten, wo ich vorher noch nie war und sah mich um. Tat gut. Endlich mal wieder. Zu finden sind die Fotos auf Flickr.

Happy New Yo.

Und FUCK YEAH 2011. Nach einer langen Silvesternacht () gestern gingen meine Freundin und ich heute ein bisschen spazieren. Dabei herausgekommen sind nicht etwa so gute Bilder wie bei Martin, was wohl daran liegt, dass Martin in Hamburg spannendere Dreckbilder bekommt als ich in Koblenz. Endresultat sind viel mehr 3 klassische Winter-Ast-Bilder, wie Ihr die auch alle macht, ein neues Portrait und Bilder von Asphalt.
Link zum Set: Hier.

FotoLebenUniUrlaub
Hi. Mein Name ist Sven Tillack. Ich bin 25, studiere Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Desweiteren bin ich selbstständig bei BUREAUFORMAT tätig. Dort mache ich Print- und Screendesign.

Für mein Portfolio geht es hier entlang. Und hierher zum Impressum.