DIY-Leder-Filz-Laptoptasche

Längere Zeit schon, besonders seit dem Kauf meines neuen MacBook Pro (15″) vor einiger Zeit, bestaune ich die wunderbaren Laptoptaschen bei hardgraft.com. Taschen aus Leder und Filz ohne viel Schnick-Schnack, wirklich wunderbare Sachen. Etwas mehr als 90 Euro für eine Tasche sind mir allerdings (noch) ein wenig zu viel.

Von meinem Vater wusste ich, dass wir bei meinen Eltern zuhause noch ein paar Lederreste haben. Warum also nicht ein wenig Filz kaufen und einfach mal versuchen?
Im Bastelladen kaufte ich 2 Filz-Bögen in A3, 4mm Dick à 4,95€. Das Leder kam letztendlich von der Sitzfläche eines alten Schemels.

So fing es an:

Leder zugeschnitten, Filz zugeschnitten, Kleber aufgetragen.

 

Bei Instagram zeigte ich dann diese Zwischenstände. Beim unteren Bild hatte ich schon das Stück Leder zugeschnitten und an die eine Seite des Filzes kaschiert (sagt man dazu kaschieren?). Auf die andere Seite des Filzes kam dann der Klettverschluss-Streifen (Druckknopf schied aus, weil ich Angst hatte, mit dem Druckknopf das Alu des MacBooks zu beschädigen.).

Die beiden Filzseiten wurden dann aufeinander gelegt, an den Rändern verklebt und letztendlich bei einem Schuhmacher genäht, er ummantelte die Ränder der Tasche noch mit den im Bild sichtbaren Lederstreifen. Dieser machte es leider mit seiner Maschine, was, wie er sagte (ich habe ja keine Ahnung davon) nicht so 100%-ig gut funktioniert hat.

Natürlich weiß ich, dass zwischen meinem Ergebnis, und dem Angebot bei hardgraft Welten liegen. Die hardgraft-Taschen sind auch immer noch viel schöner. Aber Spaß hat es mir trotzdem gemacht und unterm Strich bin ich sehr zufrieden. Und unterm Strich keine 15 Euro gekostet.

Google ‘Koblenz’ + ‘Bier’

Sollte ich mir Sorgen machen?

Danke an Nils für den Fund.

(Vielleicht liegt es auch einfach nur an meiner Userdescription bei Twitter.)

Böllern am Strand.

Über die Neujahrestage waren wir am Ijsselmeer. Der Plan lautete einfach und wie folgt:„Böllern am Strand.“ Dass wir später über nicht mehr als ein Kinderfeuerwerk verfügten, war okay. Nachfolgend Bilder.

3875.

Die letzten Monate haben mich viel Kraft gekostet. Um so froher bin ich, dieses Projekt abzuschließen. Wer sich erinnert, weiß, dass ich in Amerika war. Wir fuhren von Chicago nach Seattle, waren in Vancouver, waren im Yellowstone, haben die Cascades gesehen, Mount Rushmore, insgesamt eine irrsinnige Route fantastischer Szenerien, die ich zum einen mit der Kamera, zum anderen mit dem iPhone festhielt. Fast 4000 Meilen, wunderbar das.Problemstellung: Die iPhone-Fotos landeten auf einem Tumblr, auf dem Mitfahrer Tim und ich quasi gebündelt einen Livestream des Urlaubs gaben. Ganz geil eigentlich.

Bei Aufnahmen mit der Spiegelreflex ist es allerdings was anderes. Ich weiß nicht so recht, wohin mit meinen Fotos. Flickr hat irgendwie verpennt, ich war schon Wochen nicht mehr auf Flickr. Es macht mich auch garnicht mehr an, da irgendwas zutun. Dummerweise habe ich da noch einen Pro-Account. Und 500px ist ja nur was für die ganz besonderen Schüsse. Damit werde ich übrigens auch nicht warm, auch wenn es sauber umgesetzt scheint. Hübsch ist es ja.

Und dann steh ich da mit einem Haufen Fotos aus einem schönen Urlaub und weiß damit nichts anzufangen. Also mach ich mein eigenes Ding, auf Reichweite ist geschissen. Möglichkeit 1 wäre, jeden Tag einen Satz Bilder hochzuladen. Dafür bin ich zu inkonsequent. Möglichkeit 2 wäre, das gesammelt als Werk hochzuladen. Und das habe ich gemacht. In ein Raster gesetzt, mit den Koordinaten gespielt. Ein bisschen in Google Earth rumgehangen, um die Koordinaten meines GPS abzugleichen. Einfach mal gemacht. Herausgekommen sind dabei nun 142 Seiten, etwa 100 Fotos, keine Ahnung.Unterm Strich kann diese PDF-Veröffentlichung nur ein WIP von dem sein, was ich irgendwann mal drucken lassen werde, hoffentlich lasse ich nicht zu lange darauf warten.

Viel Spaß damit, vielen Dank für die Aufmerksamkeit, ich freue mich über Feedback und Shares. Frohe Weihnachten.

„How I spent my summervacation“

Und kürzlich plante ich dann noch die anstehende Reise nach Amerika. Zwischen unserem Uni-Sommerfest, mehreren Wochen arbeiten, Werkstattkurse der Uni und schließlich Gedanken über den anstehenden Semesterstart. Nichts gehabt vom Sommer. Aber immerhin noch eine Reise geplant: Es geht von Frankfurt über Amsterdam nach Chicago und dann, etwas mehr als zwei Wochen später, von Seattle wieder zurück nach Deutschland.

Nachdem wir etwa 5000 km abgespult haben, 9 Staaten sahen (sofern man das kanadische British Columbia mitzählt), unzählige Stunden im Auto verbrachten, hunderte Fotos machten, tausende Höhenmeter hinter uns ließen.

Es ist die dritte Reise, die ich in die Staaten mache, nach 2008 an der Ost- und 2010 an der Westküste nun dieses Monstrum eines Roadtrips durch das Outback des Nordens. Bisher jedes Mal mit von der Partie: Tim. Eh einer der Besten und darüber hinaus selbsternannter “Intuitivreisender”.

Aber wenn ich darüber nachdenke, weiß ich nicht, was daran genau so besonders ist. Also, meine: Was genau der Grund ist, warum ich mir diese Art von “Urlaub” immer wieder antun mag. Von wegen Batterien aufladen. Denn eigentlich ist es das genaue Gegenteil – also von Urlaub: Früh aufstehen, hetzen, aber letztenendes, und ich glaube das ist der Punkt, erleben.

Dazu kommt, und da bin ich mir sicher, dieses bisschen Amerikaromantik, weil man immerhin im Land der »unbegrenzten Möglichkeiten« reist. Und dort einen Roadtrip macht. Bei mehr als lächerlichen Spritpreisen. Da bekommen völlig bekloppte 5000 Kilometer plötzlich eine seltsam übliche Rechtfertigung. Denn wenn ich mir die Frage beantworten sollte, ob ich von Moskau nach Lissabon reisen wollte — ich würde es nicht tun wollen. Bin ja nicht blöd.

Also. Visum ist geholt, Kamera aufgeladen, GPS-Sensor gekauft. Koffer gepackt. Ja, wir müssen nur noch los.

Nächste Woche dann so.

Und nächste Woche, das heißt von morgen bis Samstag, werde ich mich etwa dort aufhalten. Das ist Bodman am Bodensee. Dort hat die von mir besuchte Akademie ein Haus, wo die Unimenschen und ich hinfahren. Und der Professor. Und jemand anderes, mit dem wir zeichnen.

Auf eine Exkursion. So generell ist das, so glaube ich, wie eine Klassenfahrt. Nur in erwachsen und keiner schreibt einem Dinge vor, die man vorgeschrieben bekam, als man noch auf Klassenfahrten fuhr. Außerdem werden wir Ausstellungen besuchen und sicherlich viel Zeit für eigenen Kram, etwa Fotografieren haben – der See bietet sich schließlich dazu an. Ich glaube das wird ziemlich gut.

HAMBURG.

Am Wochenende war ich übrigens in Hamburg. Das war bereits das zweite Mal dieses Jahr (und das zweite Mal überhaupt). Dom und Maria feierten nämlich ihren Einzug, und großartigerweise kam Simon auf die Idee, mit dem Auto hochzufahren und mich und andere mitzunehmen. Neben zwei guten Abenden mit tollen Menschen, waren wir Samstags nachmittags auch an den Landungsbrücken und in St. Pauli und liefen dort irgendwie rum, während ich fotografierte – ganz im Gegensatz noch zum Besuch im Februar, wo das Wetter leider so mies war, dass ich nichts nennenswertes aufnahm. So, hier:

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2011/037
2011/039
2011/040
2011/036
2011/035
2011/033
2011/032
2011/031

Herzlichen Dank für alles und bis hoffentlich ganz bald, Hamburg. ♥

Was bisher geschah.

So. Eigentlich bin ich ja garkein Freund von diesen Statusupdates, weil man 5 Wochen 2 Monate nichts schreibt und dann behauptet, man wäre total busy. Gerade bei mir selbst. Denn eigentlich sollte man meinen ich hätte viel Zeit. Seit Mitte Februar etwa habe ich Semesterferien vorlesungsfreie Zeit. Viel Zeit zum Rumlungern, schließlich gehört man ja zu diesen Studenten. Die machen alle nichts, lungern nur rum, trinken Bier und stehen immer spät auf.

Leider alles weit gefehlt. Der Wecker klingelt jeden Tag um 8 (Ich weiß, andere stehen noch früher auf, aber hey, immerhin ist eigentlich “frei”) und seit 2 Monaten bin ich eigentlich nur auf Achse, in Koblenz, in Stuttgart, in Frankfurt und zurück, habe abwechslungsreiche Projekte (die leider bisher alle noch nicht fertig sind, und ja: sie laufen natürlich alle parallel), die externe Platte und auch mal die Kamera oder das Zeichentablett dabei, werde von einem kalten Wasser ins nächste geschmissen und bekomme nebenbei noch sehr gute Semesternoten. Wieso nicht?

Wenn ich mir das noch mal durchlese, klingt das ziemlich überheblich. Aber so ist es garnicht gemeint. Es kommt einfach mal alles zusammen.

Morgen geht es dann bis Sonntag mit leerem Koffer und Kamera nach London (NYC war zu teuer, srsly). Gut. Irgendwie ist das alles gerade ziemlich okay und das endlich nicht nur bei anderen sondern auch mal bei mir. Und ganz ehrlich: Von mir aus kann das gerne so bleiben.

Meine erste Vernissage.

“Was ist privat? Wo beginnt die Privatsphäre? Und wo endet meine? Und deine? Am 1. Januar 1984 erschien in Deutschland das Privatfernsehen auf der Bildfläche. 27 Jahre später mischen Facebook & Co. unsere heimelige Privatheit auf. Und am 7. Februar 2011 zeigen 23 Studierende der Klasse Professor Marcus Wichmann, Grundlagen im Kommunikationsdesign, ganz öffentlich auf 92 Seiten Privates.”

Tatsächlich. Übernächsten Montag (das ist der 7. Februar 2011) habe ich meine erste Vernissage. Rahmen dafür ist zwar nur ein Klassenprojekt, trotzdem verspricht das Ganze ziemlich gut zu werden. Von der Uni haben wir ein bisschen Budget für Verarbeitung der Projekte (wir produzierten ja eine 30er Auflage) bekommen. Jeder aus der Klasse erhält ein Exemplar, zusätzlich verkaufen wir ein paar Exemplare auf der Vernissage. Steffen und ich haben dafür gestern Fotos gemacht, die jetzt auf A1-Plakate und Flyer gedruckt werden (siehe oben). Spannend dabei: Das gesamte Motiv ist lediglich nur eine Ebene, sprich: z.B. sämtliche Typografie ist bereits auf die sichtbare Banderole gedruckt und einfach nur abfotografiert (Wenn Du willst, kannst Du mir eine gesunde Portion Narzissmus nahelegen, in der Schreibtischlampe sieht man nämlich meine Spiegelung). Stattfinden wird die Vernissage im Erdgeschoss des Neubau II der Akademie. Komm doch vorbei — Bier gibts nämlich auch. Ach, und hier gehts zum Facebook-Event.

Machte gestern Fotos.

Hi. Der großartige Vorteil von Tagen wie “Zwischen den Jahren” oder unnötig langen Winterferien in der Uni ist ja, dass man nicht nur viel Zeit zum arbeiten hat, oder um großartige Projekte abzuschließen, man hat auch viel Freizeit. Für Dinge, die man sich sowieso schon länger vornahm. In meinem Fall zum Beispiel fotografieren. Deshalb ging ich gestern für mehrere Stunden durch die Stadt und fotografierte. War an vielen Orten, wo ich vorher noch nie war und sah mich um. Tat gut. Endlich mal wieder. Zu finden sind die Fotos auf Flickr.

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FotoLebenUniUrlaub
Hi. Mein Name ist Sven Tillack. Ich bin 25, studiere Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Desweiteren bin ich selbstständig bei BUREAUFORMAT tätig. Dort mache ich Print- und Screendesign.

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