Böllern am Strand.

Über die Neujahrestage waren wir am Ijsselmeer. Der Plan lautete einfach und wie folgt:„Böllern am Strand.“ Dass wir später über nicht mehr als ein Kinderfeuerwerk verfügten, war okay. Nachfolgend Bilder.

„How I spent my summervacation“

Und kürzlich plante ich dann noch die anstehende Reise nach Amerika. Zwischen unserem Uni-Sommerfest, mehreren Wochen arbeiten, Werkstattkurse der Uni und schließlich Gedanken über den anstehenden Semesterstart. Nichts gehabt vom Sommer. Aber immerhin noch eine Reise geplant: Es geht von Frankfurt über Amsterdam nach Chicago und dann, etwas mehr als zwei Wochen später, von Seattle wieder zurück nach Deutschland.

Nachdem wir etwa 5000 km abgespult haben, 9 Staaten sahen (sofern man das kanadische British Columbia mitzählt), unzählige Stunden im Auto verbrachten, hunderte Fotos machten, tausende Höhenmeter hinter uns ließen.

Es ist die dritte Reise, die ich in die Staaten mache, nach 2008 an der Ost- und 2010 an der Westküste nun dieses Monstrum eines Roadtrips durch das Outback des Nordens. Bisher jedes Mal mit von der Partie: Tim. Eh einer der Besten und darüber hinaus selbsternannter “Intuitivreisender”.

Aber wenn ich darüber nachdenke, weiß ich nicht, was daran genau so besonders ist. Also, meine: Was genau der Grund ist, warum ich mir diese Art von “Urlaub” immer wieder antun mag. Von wegen Batterien aufladen. Denn eigentlich ist es das genaue Gegenteil – also von Urlaub: Früh aufstehen, hetzen, aber letztenendes, und ich glaube das ist der Punkt, erleben.

Dazu kommt, und da bin ich mir sicher, dieses bisschen Amerikaromantik, weil man immerhin im Land der »unbegrenzten Möglichkeiten« reist. Und dort einen Roadtrip macht. Bei mehr als lächerlichen Spritpreisen. Da bekommen völlig bekloppte 5000 Kilometer plötzlich eine seltsam übliche Rechtfertigung. Denn wenn ich mir die Frage beantworten sollte, ob ich von Moskau nach Lissabon reisen wollte — ich würde es nicht tun wollen. Bin ja nicht blöd.

Also. Visum ist geholt, Kamera aufgeladen, GPS-Sensor gekauft. Koffer gepackt. Ja, wir müssen nur noch los.

LONDON.

Wie vielleicht der Ein oder Andere mitbekommen hat, war ich letzte Woche in London. Wer mich privat kennt, wird darüber hinaus wissen, dass ich da 2009 schon einmal war. Warum ich da noch mal hin wollte, weiß ich garnicht. Meine Freundin und ich machten es einfach aus. Ich meine, dort ist es schön– aber auch nicht total großartig. Ganz gut, halt. Nett. Großstädtisch. Aber ob das sonderlich klug ist, innerhalb von 3 Jahren 2x in die selbe Stadt zu fahren (zum Urlaub machen, nicht jetzt um dort zu Arbeiten, Leute zu treffen oder diese Dinge) sei mal dahin gestellt.
LONDON011, ROOM.
LONDON011, DEW
Ich habe nämlich im Vorhinein die Angst gehabt, dorthin zu fahren, und es total langweilig zu finden, weil. Weil ich ja schon alles kenne, weil ich überall schon war und so. Und eigentlich wär es ja auch viel schöner gewesen, nach New York zu fliegen. Oder wieder eine Rundreise durch Amerika zu machen. Das mache ich nämlich gerne. Nun aber erstmal London. Total weit gefehlt, dass es langweilig wurde. Es war nicht besser oder schlechter als 2009, es war einfach ein ganz anderer Urlaub. Denn natürlich kannte ich die Stadt mit ihren Touristenecken schon, aber großartigerweise haben wir das klassische Touristenprogramm nämlich in 1 1/2 Tagen gemacht (Wir müssen etwa 50km gelaufen sein. Zumindest errechnete ich das.) und den Rest der Zeit mit ziemlich guten Sachen verbracht, die nicht jeder Tourist so macht. Klug ist der, der sich dann auch schon ein bisschen auskennt und dem Urlaub relativ entspannt entgegen sehen kann. Man weiß ja, wie und wo der Landeflughafen so ist, wo der Zug in die Innenstadt abfährt, wo es Tube-Tickets gibt, und man hat vorher schon verstanden, wie das U-Bahn-Netz funktioniert oder wo man ein und aussteigen wird.
LONDON011, TATE A)
LONDON011, TOWER BRIDGE
Neben dem also verbrachten klassischen Touristenprogramm taten wir noch folgende Dinge:
Wir waren in Brighton (Halt, da war ich ja auch schon?!), dort aber an ziemlich guten Ecken und Orten, wo ich beim letzten Mal nicht war. Wir waren in der Brick Lane (Mit Gruß an Steffen für den Tipp), wo einige Gallerien, Märkte, Sonnenbrillenverkäufer und Hipstermenschen sind; Wir waren bei einem total teuren Friseur und das Mädchen war Haarmodel und bekam einen total teuren Haarschnitt für umsonst; Ich sah endlich mal die guten Ecken von Soho; Selbst das bisher als ziemlich hässliche empfundene Camden hat mir Spaß gemacht.
BRIGHTON011, 2
BRIGHTON011, PIER A)
BRIGHTON011, PIER B)
BRIGHTON011, HOOPS A)
BRIGHTON011, FISH & C.
BRIGHTON011, SHIPWRECK: REVISITED
BRIGHTON011, 4 TOKENS
BRIGHTON011, NO (II)
LONDON011, BOXPARK
LONDON011, 11ANDAHALF.
Abschließend bleibt mir zu sagen, dass es eine schöne Woche war und wie immer (Dank dem Pfundkurs) hat es sich auch shoppingtechnisch sehr gelohnt. Aber nächstes Mal, da fahre ich wirklich mal in eine andere Stadt. Ganz sicher.
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FotoLebenUniUrlaub
Hi. Mein Name ist Sven Tillack. Ich bin 25, studiere Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Desweiteren bin ich selbstständig bei BUREAUFORMAT tätig. Dort mache ich Print- und Screendesign.

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